VoIP Voice over IP: Gesucht, gefunden
geschrieben von Alexander Kales, 3136 Views
Digitale und gedruckte VoIP-Telefonbücher
Bin ich denn schon drin? Vermutlich nicht. Denn trotz der sprunghaften Verbreitung von Voice-over-IP sind die meisten Internet-Rufnummern nicht im Telefonbuch aufgelistet. Sehr zum Leidwesen vieler Telefonierer, die sich voll Euphorie gänzlich vom Kupferkabel befreit haben. Schon ärgerlich, wenn niemand die neue Nummer kennt und der schicke VoIP-Apparat eisern schweigt. Die Hoffnung auf Gleichstellung müssen Internet-Telefonierer nicht aufgeben. Denn langsam aber sicher nähern sich auch die IP-Telefone dem Standard ihrer Festnetz-Brüder an.
Dafür sorgen nicht zuletzt rührige Provider wie dus.net aus Düsseldorf. Gegen ein Bearbeitungsentgelt von 9,90 Euro sorgt der Anbieter dafür, dass seine Kunden ins "Örtliche" aufgenommen werden. Andere Anbieter wollen dem Beispiel der Westfalen folgen und ihre Digitalos ebenfalls in die Telekom-Wälzer bringen. Entsprechende Modelle sind bereits bei mehreren namhaften IP-Telefongesellschaften in der Mache.
Das Online-Telefonbuch IP-Yellow — ein Projekt des Branchenbuch-Portals Go-Yellow — verfolgt ein ganz eigenes Konzept: Das Unternehmen versteht sich als das "zentrale Telefonbuch für alle VoIP-Telefonierer" und gibt sich entsprechend selbstbewusst. Zwar hält sich die Trefferanzahl noch in Grenzen: Gerade einmal zwei deutsche Müllers kennt die Seite. Komfortabel ist die Suche aber allemal: Sie gaben einen Namen ein, das Portal listet in Sekundenschnelle alle Treffer mit Telefonnummer, genutztem VoIP-Anbieter und Adresse auf. In die Datenbank von IP-Yellow dürfen Sie sich übrigens kostenlos eintragen — der Dienst finanziert sich ausschließlich über Bannerwerbung.
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